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     Herkunft der Indischen Laufente

    Von Südostasien und dem Malayischen Archipel kam sie um 1850 nach England, wo sie im zoologischen Garten zur Reinzucht und Kreuzung verwendet wurde. Darwin wies ihre Abstammung von der Stockente nach. Die Körperhaltung giltals hochvererbbar. Sie ist lebhaft, sehr aufmerksam und beweglich, hat eine steil aufgerichtete Körperhaltung und einen langen schlanken Körper. Typisch ist ihr nahezu aufrechter Gang, der aber zu Schwierigkeiten mit den Beinen führen kann, die sehr fein -gliedrig sind. Der Erpel wird etwa 2 kg schwer, die Ente ist etwas leichter. Die Laufente kann kaum noch fliegen. Sie wird oft auch als "Vollblut" unter den Hausenten bezeichnet.

    Farben: weiß, schwarz, blau, braun, wildfarbig, forellenfarbig, erbsgelb, rehfarbig - weißgescheckt.

    Wie in England gab es zunächst zwei Zuchtrichtungen. Eine leichtere dem heutigen Typ ähnelnde und eine schwerere, die aber zunehmend an Bedeutung verlor. Laufenten bewährten sich besonders in den zwanziger und dreißiger Jahren, als eine rege Nachfrage nach Enteneiern bestand.

    Es wurden Tiere gezüchtet, deren Legeleistung alle Erwartungen weit übertraf. Früher galten Enteneier als Delikatesse. Heute sind sie etwas in Verruf geraten, da sie anfälliger für Paratyphus- und Salmonellenbefall sind als Hühnereier. Enteneier, die in den Handel gebracht werden, müssen einen Stempelauf-druck "Entenei, 8 Minuten kochen" tragen. Die hohe Fruchtbarkeit bei fehlendem Bruttrieb, gilt heute als die bemerkens-werteste Eigenschaft.Sie wurde erstaunlicherweise ohne Anwendung moderner Zucht- und Selektionsmethoden erreicht.

    Es ist zu beachten, daß die Zucht von Laufenten seit vielen Jahrhunderten nur möglich war, da in einigen Gebieten bereits frühzeitig verläßliche Methoden der Kunstbrut entwickelt wurden. In den letzten Jahrhunderten nutze man auch vielfach Moschusenten für die natürliche Brut und Aufzucht von Laufenten.

    Laufenten legen bis zu 200 Eier jährlich. Enteneier sind etwas größer als Hühnereier und wiegen 60-75 Gramm. Die Schale ist etwas dicker.

    In mehreren Büchern kann man nachlesen, daß Laufenten ohne Wasser gehalten werden können. Wer jedoch eine Laufente schon einmal beim schwimmen beobachtet hat, kann sich dies nur sehr schwer vorstellen. Besonders wenn man die Aufzucht von Laufentenkücken und Warzenentenkücken vergleicht, kann man über diese Aussage nur lächeln. Laufentchen "spielen" bedeutend mehr mit dem zur Verfügung gestellten Wasser.



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